Manche Farben lassen uns frisch und ausgeruht aussehen, andere machen uns blass oder müde – obwohl das Kleidungsstück selbst wunderschön ist. Der Grund liegt im Zusammenspiel von Farbe, Hautton, Haar- und Augenfarbe. Die gute Nachricht: Sie brauchen keine teure Farbberatung, um Ihre Lieblingsfarben zu finden. Ein paar einfache Tests vor dem Spiegel genügen.
Warm oder kühl? Der Unterton entscheidet
Der wichtigste Schritt ist, den Unterton Ihrer Haut zu bestimmen. Er bleibt ein Leben lang gleich, auch wenn sich Haarfarbe und Teint mit den Jahren verändern.
- Der Adern-Test: Schauen Sie bei Tageslicht auf die Innenseite Ihres Handgelenks. Wirken die Adern eher grünlich, haben Sie wahrscheinlich einen warmen Unterton. Wirken sie eher bläulich oder violett, ist Ihr Unterton eher kühl.
- Der Schmuck-Test: Steht Ihnen Goldschmuck besonders gut, spricht das für einen warmen Unterton. Lässt Silber Ihre Haut strahlen, ist er eher kühl.
- Der Tuch-Test: Halten Sie abwechselnd ein reinweißes und ein cremeweißes Tuch unter Ihr Gesicht. Wirkt Ihre Haut mit Reinweiß frischer, sind Sie eher ein kühler Typ, mit Creme eher ein warmer.
Farben für warme Untertöne
Ihnen stehen Farben mit einem gelblichen Grundton: Camel, Cognac, Olivgrün, Senfgelb, Terrakotta, Koralle und warmes Rot. Als neutrale Basis eignen sich Creme, Beige und Schokobraun statt Schwarz.
Farben für kühle Untertöne
Ihnen schmeicheln Farben mit einem bläulichen Grundton: Marine, Petrol, Smaragd, Beerentöne, Himbeere, Eisblau und klares Rot. Als Basis passen Reinweiß, Grau, Anthrazit und Schwarz.
Farbe in Gesichtsnähe – darauf kommt es an
Besonders wichtig ist die Farbe direkt am Gesicht, also bei Blusen, Oberteilen und Kleidern. Hosen und Röcke können Sie freier wählen. Sie lieben eine Farbe, die Ihnen eigentlich nicht steht? Tragen Sie sie einfach weiter unten – zum Beispiel als Rock – und kombinieren Sie dazu oben einen Ton aus Ihrer Palette.
Farben verändern sich mit uns
Mit den Jahren werden die Haare oft heller oder grauer, und der Teint wird zarter. Viele Frauen merken dann, dass sehr harte Kontraste – etwa Schwarz direkt am Gesicht – strenger wirken als früher. Sanftere Töne wie Marine statt Schwarz oder Creme statt Reinweiß lassen das Gesicht oft weicher und frischer erscheinen. Probieren Sie es aus: Der Spiegel zeigt Ihnen schnell, was passt.
Unser Tipp: Legen Sie sich zwei bis drei Lieblingsfarben aus Ihrer Palette fest und suchen Sie gezielt danach. So wird Ihre Garderobe nicht nur schöner, sondern auch leichter kombinierbar. Inspiration finden Sie in unseren Blusen & Oberteilen.